Schlaf berechnen

Schlafrechner: wann ins Bett, wann aufstehen

Gib deine Weckzeit ein und du bekommst die Uhrzeiten, zu denen du am Ende eines Schlafzyklus aufwachst – oder dreh es um und rechne von jetzt an vorwärts.

Damit du um 07:00 aufstehst, geh ins Bett um:

  • 21:459 Std. Schlaf, 6 ZyklenEmpfohlen
  • 23:157,5 Std. Schlaf, 5 ZyklenEmpfohlen
  • 00:456 Std. Schlaf, 4 Zyklen
  • 02:154,5 Std. Schlaf, 3 Zyklen

15 Minuten sind ein Durchschnitt. Wer nach fünf Minuten weg ist oder eine halbe Stunde wach liegt, stellt hier seinen eigenen Wert ein – sonst verschieben sich alle Zeiten um genau diesen Fehler.

Das ist eine Zielzeit, keine Schweizer Uhr. Und sie nützt dir nur, wenn du morgens auch wirklich aufstehst.

Was ist ein Schlafrechner?

Ein Schlafrechner ist ein Werkzeug, das von deiner Weckzeit rückwärts rechnet und Schlafenszeiten in ganzen Schlafzyklen vorschlägt. Er rechnet mit rund 90 Minuten pro Zyklus plus der Zeit, die du zum Einschlafen brauchst, damit dein Wecker nicht mitten in den Tiefschlaf fällt.

So benutzt du den Rechner

Drei Eingaben, dann hast du deine Zeiten.

  1. Modus wählen

    Entweder du kennst deine Weckzeit und suchst die Schlafenszeit – oder du gehst gleich ins Bett und willst wissen, wann du klingeln lassen sollst.

  2. Einschlafzeit anpassen

    Der Regler steht auf 15 Minuten. Liegst du regelmäßig länger wach, schieb ihn hoch. Diese Minuten zählen nicht als Schlaf, verschieben aber jede Uhrzeit im Ergebnis.

  3. Eine Zeit aussuchen

    Du bekommst mehrere Uhrzeiten, jede am Ende eines Zyklus. Nimm die, die zu deinem Abend passt. Die markierte Zeile bringt Erwachsene auf sieben Stunden und mehr.

Ist der 90-Minuten-Zyklus ein Mythos?

Halb. Ein Schlafzyklus dauert nicht bei jedem 90 Minuten: Carskadon und Dement beziffern die Spanne in „Normal Human Sleep: An Overview“ auf 70 bis 120 Minuten. Dazu kommt, dass die Länge sich im Lauf der Nacht ändert – gegen Morgen werden die Zyklen länger.

Praktisch heißt das: 90 Minuten sind ein Mittelwert, und dieser Schlafrechner gibt dir eine Zielzeit auf etwa 15 Minuten genau, keine Uhrzeit auf die Minute. Wer sich um fünf Minuten vertut, hat nichts kaputt gemacht. Wer zwei Stunden zu spät ins Bett geht, schon.

AltersgruppeEmpfohlener SchlafEntspricht etwa
6 bis 12 Jahre9 bis 12 Stunden6 bis 8 Zyklen
13 bis 18 Jahre8 bis 10 Stunden5 bis 7 Zyklen
18 bis 60 Jahre7 Stunden oder mehrab etwa 5 Zyklen
65 Jahre und älter7 bis 8 Stundenetwa 5 Zyklen

Quelle: American Academy of Sleep Medicine, 2015

Die Uhrzeit zu kennen, weckt dich nicht

Der Rechner kann dir sagen, dass 22:15 Uhr deine Schlafenszeit ist. Ob du um 6:00 Uhr aus dem Bett kommst, entscheidet er nicht. Und zum Schlummern: Sundelin und Kollegen fanden 2023 im Journal of Sleep Research, dass es rund sechs Minuten Schlaf kostet, ohne messbare Einbußen bei der kognitiven Leistung. Die Schlummertaste ruiniert deinen Kopf also nicht. Sie macht dich zu spät.

Risly ist ein Wecker ohne Schlummertaste. Er verstummt erst, wenn du eine Mission erledigt hast: ein Objekt scannen, rechnen, das Handy schütteln oder Liegestütze machen. Für wen das nichts ist: Risly braucht iOS 26 oder neuer, eine Android-Version gibt es nicht, und wer sanft geweckt werden möchte, ist mit einem Lichtwecker besser bedient.

Häufige Fragen

Wie viele Schlafzyklen pro Nacht braucht man?

Bei den meisten Erwachsenen etwa fünf. Die American Academy of Sleep Medicine empfiehlt 18- bis 60-Jährigen sieben Stunden oder mehr, das sind bei rund 90 Minuten pro Zyklus knapp fünf. Zähl im Zweifel die Stunden, nicht die Zyklen: Die Zykluslänge schwankt laut Carskadon und Dement zwischen 70 und 120 Minuten.

Reichen 6 Stunden Schlaf?

Für die meisten Erwachsenen nicht. Die American Academy of Sleep Medicine empfiehlt 18- bis 60-Jährigen sieben Stunden oder mehr pro Nacht. Sechs Stunden sind rund vier Zyklen – an einzelnen Tagen machbar, als Dauerzustand unter der Empfehlung.

Wann muss ich ins Bett, um um 6 Uhr aufzustehen?

Gegen 22:15 Uhr für fünf Zyklen: sieben Stunden 30 Minuten Schlaf plus 15 Minuten zum Einschlafen. Für sechs Zyklen, also neun Stunden, wären es 20:45 Uhr. Beide Zeiten verschieben sich, wenn du länger als 15 Minuten zum Einschlafen brauchst.

Stimmt das mit dem 90-Minuten-Schlafzyklus?

Als Durchschnitt ja, als feste Regel nein. Carskadon und Dement geben in „Normal Human Sleep: An Overview“ eine Spanne von 70 bis 120 Minuten an, und gegen Morgen werden die Zyklen länger. Jede Uhrzeit aus einem Schlafrechner ist deshalb eine Zielzeit, keine Garantie.

Warum bin ich müde, obwohl ich 8 Stunden geschlafen habe?

Oft ist es Schlafträgheit, der benebelte Zustand direkt nach dem Aufwachen. Tassi und Muzet beziffern ihn 2000 in den Sleep Medicine Reviews auf 15 bis 60 Minuten, am stärksten beim Aufwachen aus dem Tiefschlaf. Acht Stunden schließen das nicht aus: Die Zykluslänge schwankt, dein Wecker kann also mitten in eine Tiefschlafphase fallen.

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